Wir über uns

Der Obst- und Gartenbauverein Freihalden ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. 26 Jahre, nachdem sich kein Vorstand mehr für die zuvor rührige Gemeinschaft gefunden hatte, ist der 1983 gegründete Verein nun reaktiviert worden. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Thalhofer wählten die 22 anwesenden Mitglieder Conny Stiefel zur Vorsitzenden und Eva Liebig zu ihrer Stellvertreterin.

Den beiden Frauen, die zusammen den Vorstand bilden, wurden – ebenfalls ohne Gegenstimme – Michael Rogg (Kassierer), Stephan Pawlitschko (Schriftführer), Bettina Bigelmayr, Paul Heinle und Norbert Schmid (alle Beisitzer) in der Vereinsleitung zur Seite gestellt. Hans Färber und Hans Mayer fungieren künftig als Kassenprüfer.

Mit Conny Stiefel und Eva Liebig konnten Hans Färber und Hans Joas, die die Wiedergeburt des Obst- und Gartenbauvereins in die Wege leiteten, ein ebenso fachkundiges wie eingespieltes Vorstandsduo gewinnen. Conny Stiefel und Eva Liebig sind beide Umweltpädagoginnen und arbeiten seit sechs Jahren beim Netzwerk für Umweltbildung Landkreis Günzburg zusammen. Eva Liebig ist außerdem Diplom-Ingenieurin für Landespflege. Conny Stiefel kennt man in Freihalden und Umgebung neben anderen ökologischen Aktivitäten besonders wegen ihrer Kräuterspaziergänge, die sie anbietet und führt.

Der Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine, Hans Joas, hatte jahrelang vergeblich versucht, dem Obst- und Gartenbauverein Freihalden wieder auf die Beine zu helfen. Als dann am 7. November 2016 der vormals letzte reguläre Vorsitzende Alfons Rogg starb, ergriff Hans Färber, der Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins Freihalden, die Initiative. Dabei stellte er fest, dass Alfons Rogg den Verein – zumindest auf Sparflamme – weitergeführt hatte. Als satzungsgemäß kommissarischer Vorsitzender kümmerte er sich um den Gartengeräte-Verleih und bezahlte Jahr für Jahr den Vereinsbeitrag an den Dachverband. Darauf lässt sich nun aufbauen. Auch die Vereinskasse ist längst nicht leer.

Über die Beiträge, die künftig von den Vereinsmitgliedern wieder eingezogen werden, werde die Vereinsleitung bei ihrer konstituierenden Sitzung entscheiden, kündigte Conny Stiefel an. Die Beitragshöhe hänge auch davon ab, wie viele Vereinsangehörige die Fachzeitschrift „Der Gartenratgeber“ abonnieren.

Natürlich soll die Lektüre kein Selbstzweck sein, sondern Anregungen für praktisches Tun in Feld, Flur und Garten geben. Gleiches gilt für den Vortrag über „Kiesgarten statt Kieswüste“, den Garten-Kreisfachberater Josef Stocker im Rahmen der Mitgliederversammlung hielt, heißt es in der Mitteilung.

Was mögliche Aktivitäten des neuen, alten Vereins angeht, könnte an die Vergangenheit angeknüpft werden, die bis in das Jahr 1911 zurückreicht. Damals erstmals gegründet, folgten in den Jahren 1946 und 1983 zwei Wiedergründungen. Nun ist der Start für den dritten Anlauf erfolgt. Er soll dieses Mal endlich von Dauer sein, denn bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei. Das soll auch hier gelten. (zg)

Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Nach-26-Jahren-aus-dem-Dornroeschenschlaf-erweckt-id42206201.html (12.01.2019)

Link: Partnerschaftskomitee Ars-Freihalden